„Der
Ring von Amara“
„Angel“ Episode
#3 (Deutsche Erstausstrahlung am 17.01.01)
Regie: Bruce
Seth Green
Geschrieben von:
Douglas Petrie
(Email:
sunnypeaches@gmx.de)
Disclaimer: Mit diesem Transcript wird kein Geld verdient. „Angel“ gehört 20th Century Fox, Mutant Enemy, Sandollar Television und einigen anderen.
Cast:
Glenn Quinn als
Doyle
Charisma Carpenter als Cordelia
Gaststars:
Seth Green als
Oz
Kevin West als
Marcus
Malia Mathis als
Rachel
Eine
dunkle, einsame Straße. Ein blondes Mädchen rennt die Straße hinunter, sieht
sich nach hinten um und huscht in eine Seitengasse. Sie sieht um die Ecke und
geht dann zurück auf die Straße um weiter zu laufen, als sie von zwei Händen an
den Schultern gepackt und gegen einen Müllcontainer geworfen wird.
Rachel:
„Lenny… bitte nicht...“
Lenny: Denkst du
ich werde mir gefallen lassen, dass du mich dauernd demütigst, Rachel?“
Rachel: „Ich hab doch nichts getan! Ich schwör’s! Ich würde nie...“
Lenny:
„Nein! Ich weiß bescheid. Ich seh’s doch! Die Männer, deine Lügen, das ist das
letzte Mal, kapiert?“
Rachel (macht einem Schritt auf ihn zu und lächelt): „W...w...was hast du denn
genommen, Baby? So schlechte Laune hast du nur, wenn du...“
Lenny schlägt sie, so dass sie gegen eine Mülltonne fällt.
Rachel: „Was hast du jetzt vor? Machst du mich auf der Stelle zur Schnecke?
Irgendwer hört schon meine Hilferufe.!“
Lenny
lacht: „Nachts in L.A.?!? Ganz sicher nicht. Wer soll dich hören, Rach? Niemand
schert sich darum. (Er zieht einen Revolver heraus und zielt auf Rachels
Gesicht) Keine Angst, es wird auch ganz schnell gehen. (Er entsichert die
Waffe)“
Rachel: „Oh mein Gott... Lenny. Bitte, nicht... bitte.“
Lenny: „Tut mir Leid. (Rachel versucht von ihm weg zu kommen) Ich halte es
einfach nicht mehr aus...“
Angel
packt Lenny von hinten und Lenny lässt die Waffel fallen.
Angel: „Armer Lenny. Muss ne schlimme Last sein, deine Freundin zu quälen. (er
schlägt ihn) Glück für dich, dass ich das beende.
Lenny schnappt sich ein Stück Rohr und versucht Angel damit zu schlagen. Angel
weicht aus und schlägt Lenny K.O.
Angel: „Rachel, alles okay?“
Rachel: „ Ist er...?“
Angel: „ Schon gut. Der schläft erst mal für ne Weile.“
Rachel (steht auf): „Ich kann nicht glauben, dass du wirklich aufgetaucht
bist.“
Angel: „Das war doch der Deal, oder?“
Die
Kamera schwenkt auf Spike, der sie von einem Dach aus beobachtet.
Spike (mit hoher Stimme): „Wie kann ich dir nur danken, du gutaussehender, geheimnisvoller,
dunkler Prinz der Nacht? (mit tiefer Stimme) Schon gut, kleine Lady. Deine
Tränen der Erleichterung reichen mir völlig. Hör zu. Ich war einst der böseste
Vampir, aber die Liebe und so’n blöder Fluch haben mich gezähmt. Und jetzt bin
ich nur noch ein schwächlicher Schmusevampir mit stumpfen Zähnen. (Schnitt auf
Angel und Rachel. Rachel macht einen Schritt auf Angel zu und Angel geht einen
Schritt zurück. Er hält seine Hände abwehrend hoch.) NEIN! Fass mir bloß nicht
in die Haare!(mit hoher Stimme) Aber gibt es denn keine Möglichkeit dir zu
zeigen wie dankbar ich bin? (mit tiefer Stimme) Nein. Menschen in Not zu helfen
ist mein Job. Und wenn ich die Frauen dabei so richtig aufgeilen und mich dann
hüftschwingender Weise wie ne Fummeltriene verabschieden kann, ist das der
schönste Lohn. (mit hoher Stimme) Ja... ich verstehe. Ich habe einen schwulen
Neffen, mit dem...(mit tiefer Stimme) Kein Wort mehr! Das böse ist überall...
jetzt habe ich fast nichts mehr von diesem wundervollen Schwuchtel – Haargel,
das ich so sehr mag. Komm schnell, zum Angel Mobil. Weg hier!“
Spike zündet sich eine Zigarette an, während er Angel und Rachel weggehen
sieht.
Spike: „Mach nur weiter so. Spiel den furchtlosen, tapferen Helden so lange du
noch kannst. Auf dich warten ein paar tolle Überraschungen. Der Ring von Amara,
ein Besuch von deinem alten Freund Spike... ach ja und ein furchtbarer,
qualvoller Tod...“ Er raucht seine Zigarette weiter.
Schnitt
auf Oz, der mit seinem Van durch die Nacht fährt. Irgendwann fährt er an den
Straßenrang und hält an.
Radio: „Und nun folgen wieder vierzig Minuten Musik non – stop. Ihr hört den
einzigen, wirklich modernen Musiksender von L.A.: K.L.A. Rock. Es ist jetzt
fünf nach elf. Wisst ihr, wie euer Karma ist?“
Er
schaltet das Radio aus und nimmt einen kleinen schwarzen Beutel in die Hand.
Schnitt
auf Cordelia. Sie tippt am Computer. Doyle lungert mit der Zeitung auf einem
Sofa herum.
Cordelia: „Klasse endlich mal ein Kunde, der sich an uns gewandt hat. Alles
verläuft ganz planmäßig. Eine Frau sitzt in der Tinte und Angel rettet sie vor
ihrem drogensüchtigen, brutalen Freund. Der Freund wandert in den Knast und
sie... (sie zieht ein Blatt aus dem Drucker und hält es hoch) kriegt ne Rechnung. Tada!“
Sie zeigt Doyle das Blatt. Er sieht nicht sehr beeindruckt aus.
Cordelia: „Was ist?”
Doyle: „Gar
nichts. Du machst deine Arbeit sehr gut. Das wirkt sehr offiziell.“
Cordelia: „Und wieso zeigst du angesichts der ersten zahlenden Kundin nicht
mehr Begeisterung?“
Doyle steht auf und geht an Cordelias Tisch.
Doyle:
„Was du da hast ist blöderweise kein Geld, sondern bloß die Rechnung. Und es
besteht ein großer Unterschied zwischen Rechnung und Bezahlung.“
Cordelia: „Sie muss doch bezahlen! So wird’s verlangt. In unserer Gesellschaft
ist das eine grundlegende Regel.“
Doyle (lehnt sich an den Tisch): „Nicht zu bezahlen ist ein beliebtes Spiel in
unserer Gesellschaft. Besonders bei denen die nicht reich sind. Nicht dass ich
selbst jemals so was grässliches getan hätte, aber...“
Cordelia:
„Also worauf willst du hinaus? Was meinst du?“
Doyle: „Ich will damit nur sagen, dass wenn wir zwei jemals ne Kreuzfahrt zu
den Bahamas machen wollen, werden wir reichlich vermögende Kunden brauchen.“
Cordelia: „Und ne alternative Welt in der du wie David Duchovny aussiehst.“
Oz (betritt das Büro): „Hallo, L.A.“
Cordelia (steht auf): „Oz? Oh, mein Gott. (sie geht um den Tisch herum) Oz. Ich
freu mich ja so dich zu sehen. (sie umarmt ihn, während Doyle verwirrt zusieht)
Der gute alte Oz! Oz. (Sie dreht sich zu Doyle um und zeigt auf Oz) Oz!“
Doyle: „Lass mich raten, ich nehme stark an, du bist der berühmte Oz?“
Oz: „Volltreffer“
Cordelia: „Das ist ja cool! Du bist tatsächlich hier, in L.A.! (Sie lacht) Du
bist der Botschafter von unserem schönen Sunnydale.
Oz: „Ne schwere Aufgabe, aber ich schaffe es schon.
Cordelia: „Du musst mich auf den neusten Stand bringen. Also wie läuft es so?
Und... und im Bronze?
Oz: „Wie immer.
Cordelia: „Und die Clique?
Oz: „Denen
geht’s gut.
Cordelia: „Gut? Gut! Gut.
Sie sehen sich für einen Augenblick an.
Oz: „War’s das?
Cordelia: „Ich glaub schon.
Doyle räuspert sich.
Cordelia (geht zurück zu ihrem Platz): „Oh, das ist Doyle, er arbeitet so zu
sagen hier.
Oz (schüttelt Doyles Hand): „Hey.
Doyle: „Hi
Oz
steckt die Hände in die Taschen.
Oz: „Die
Gerüchte kenne ich bereits, aber ihr sagt mir vielleicht, wie’s wirklich ist.
Seid ihr richtige Detektive?
Cordelia: „Nein, ich bin Schauspielerin.
Doyle: „Ja, und zwar ne ziemlich faszinierende.
Cordelia: „Und zwischen meinen vielen Angagement helfe ich manchmal auch bei
Angel aus.
Doyle: „Er ist der Detektiv.
Oz: „Hat er auch nen Hut und ne Knarre?
Cordelia: „Nur Reißzähne.
Oz: „Ja, das bringt’s... Wo ist er?
Schnitt
auf Angel. Er geht durch sein Apartment, und liest dabei als der Fahrstuhl
unten ankommt.
Angel (blickt nur kurz auf): „Hey Leute.
Cordelia: „Hey!
Angel
(blickt noch einmal auf): „Oz.
Oz:
„Hallo.
Angel:
„Nette Überraschung.
Oz: „Danke.
Angel: „Und wirst du länger hier sein?
Oz: „Nein, nur kurz.
Doyle: „Seid ihr immer so drauf?
Oz (zu Doyle): „Sonst reden wir noch weniger.
Angel: „Kommt doch rein.(Sie gehen ins Apartment) Es ist... schön dich zu
sehen.
Oz: „Gleichfalls. Zum einen bin ich wegen eines Gigs hier, aber ich habe auch
etwas für dich. Er hält Angel einen Ring entgegen.
Doyle tritt näher um besser sehen zu können.
Doyle:
„Moment, ist es das, wofür ich es halte?
Angel macht keine Anstalten den Ring zu nehmen.
Angel:
„Der Ring von Amara
Oz: „Ganz genau. (Er hält ihn Angel noch einmal nachdrücklich hin und nach
einem Augenblick nimmt Angel den Ring) Buffy möchte, dass du ihn behältst.
Cordelia: „Ach ja, Buffy! Wie geht’s der guten alten Buffy denn so?
Oz: „Sie ist...
Cordelia: „Was? Ist sie unser tapfere Jägerin oder hockt sie im Dunkeln und
trauert wie...(Angel wirt ihr einen Blick zu) niemand den wir kennen... (Sie hält ihre Hände hoch und schüttelt den
Kopf) Hm - hmm.
Angel dreht um und geht weg von ihnen, während er den Ring in seiner Hand
betrachtet.
Oz: „Ihr geht’s gut. Sie... ist Buffy.
Doyle (hebt eine Hand): „Das hat doch Zeit. Wir sollten uns erst mal mit dem
Hauptgewinn beschäftigen, den Angel gerade gezogen hat.
Angel lehnt sich an den Tisch, dreht den Ring hin und her und betrachtet ihn.
Doyle: „Worauf wartest du, Mann. Komm, steck ihn an!
Cordelia: „Hör zu. Lass doch diesen Wirbel um den Ring. Seit wann sind die
Acssesoirs denn so furchtbar wichtig?”
Doyle: „Dieses Assesoir ist sehr wertvoll, denn es macht jeden Vampir der es
trägt absolut unverwundbar.
Cordelia: „Unverwundbar... nicht mal ein Holzpflock kann ihn töten?
Doyle: „Nein, gar nichts. Pflöcke nicht, Feuer nicht und was am besten ist,
nicht mal das Sonnenlicht. (zu Angel) Denk mal nach, Sonnenbäder am Pool,
Alter, Kinobesuche am Tag, und außerdem gibt es da ein paar Striptease Läden,
die auch ein äußerst Leckeres Mittagsbuffet anbieten... hab ich gehört.
Angel (guckt immer noch düster): „Und der ist von Buffy?
Oz: „Ja, dein alter Freund Spike hat halb Sunnydale dafür umgegraben, aber
Buffy hat ihm den Ring wieder abgeknöpft. Es war ihr wichtig, dass er in guten
Händen ist.
Angel (sieht zur Seite): „Sie hat dich geschickt.
Oz: „Ich wollte ohnehin nach L.A.
Cordelia (zu Oz): „Und sie hat nicht mal ne Nachricht dazu gelegt? Wow! Das ist
ja echt... (Angel blickt sie an) Das
ist wieder so ein Thema, dass ich ruhen lassen sollte, wenn ich Ärger vermeiden
will, hä?
Doyle(geht zu Angel): „Hör mal, ich weiß, was deine Laune bessern wird. Steck
doch mal den Ring an und ich jag dir nen Pflock rein. Das wird lustig!
Angel spielt immer noch mit dem Ring herum und blickt dabei zur Seite.
Angel:
„Später vielleicht.
Doyle: „Was ist denn los mit dir?
Angel: „Ich sagte später vielleicht!
Doyle: „Er...
Angel: „Doyle.
Doyle (geht zum Fahrstuhl): „Okay, dann mach was du willst, aber ich begieße
dieses Ereignis unten im Pub.
Cordelia (zu Oz): „Der gute Doyle begießt auch das öffnen des Briefkastens
unten im Pub. (Sie winkt Angel zu, als sie Doyle folgt) Kommst du, Oz?
Oz (beobachtet Angel): „Ja, ich könnte was essen.
Angel: „Geh nur.
Nach einem zögern folgt Oz den Anderen.
Angel
blickt den Ring weiter an. Schließlich steckt er ihn in seine Tasche und geht
in den Tunnel. Er nimmt den Ring und versteckt ihn unter einem Stein.
Schnitt
auf das Büro am nächsten Tag. Cordelia holt ein Glas Wasser für Doyle and setzt
sich an den Tisch, diagonal von Doyle.
Doyle (stöhnt): „Oh, Gott... oh, weißt du was jetzt genau das richtige wäre?
Eine dieser schmerzhaften und anstrengenden Visionen die ich hin und wieder mal
habe. Das wär jetzt echt der Tod für mich. (er „kämpft“ mit einer Flasche in
der Tabletten sind) Sag mal, gibt es dafür irgendeinen speziellen Trick?
Cordelia (nimmt ihm die Flasche weg): „Ich denke der Trick ist, dass du das
Trinken sein lässt, (sie holt die Watte aus der Flache und schüttet zwei
Kopfschmerztabletten in ihre Hand) bevor du heulst wie ein kleines Kind und
Zitate aus `Die Asche meiner Mutter vorträgst.
Doyle bekommt die Tabletten und nimmt sie mit einem Schluck Wasser.
Doyle:
„Hey, das ist ein tolles Buch.
Cordelia: „Hab ich gehört. Aber ich bezweifle stark, dass die Hauptfiguren
Betty und Barney Geröllheimer heißen, worauf du gestern so starrköpfig
bestanden hast und ich schätze Oz hat es nicht gefallen, dass du ihn dauernd
mein kleiner Bam – Bam genannt hast.
Schnitt
auf Angel. Er ist in seiner Wohnung und macht Tai-chi. Das Telefon klingelt und
er bemerkt es erst nach dem zweiten klingeln. Er hebt den Hörer ab.
Angel: „Hallo? Hallo.
Da
sich zunächst niemand meldet, will er den Hörer wieder auflegen, doch dann hört
man Rachels Stimme
Rachel: „Angel?
Angel: „Rachel. Bist du das?
Rachel (weint): „Lenny ist wieder draußen... Der Anwalt sagte was von
Verfahrensfehlern.
Angel: „Ich komme sofort.
Schnitt
auf Angel in der Tiefgarage. Er geht zu seinem Auto. Als er den Türgriff greifen
will, trifft ihn eine Latte am Kopf und er taumelt gegen die Wand.
Spike (in Gameface): „Angel. Ich glaube du hast was, worauf ich auch scharf
bin. Ein kleines glitzerndes Schmuckstück.
Angel (steht auf): „Geh wieder nach Hause Spike, denn ich behalte den Ring von
Amara.
Spike schlägt mit der Latte nach Angel. Angel fängt sie und schlägt Spike ans
Kinn und in den Magen. Dann tritt er ihn zu Boden.
Spike steht langsam auf, die Holzlatte
in der Hand.
Spike:
„Warum? Weil du jetzt Angel der Vampir Detektiv bist? Hab ich eine Angst. Was
wirst du noch? Vampir Cowboy? Vampir Feuerwehrmann? Nein, Vampir Stepptänzer.
Angel: „Ja, ich stehe auf Red Astair
Er
greift nach einem Rohr unter der Decke und tritt mit beiden Füßen nach Spikes
Brust.
Spike steht schnell wieder auf und attackiert Angel weiter mit der Latte,
während Angel wie ein Boxer um ihn herumtänzelt und die Latte abwehrt. Spike
versucht Angel auf die Motorhaube des Autos zu bringen.
Angel: „Ach, du willst dich also mit mir prügeln. Versuchst du mir so den Ring
abzujagen?
Spike (greift erneut an): „Ich hatte einen Plan!
Angel er hält ihn auf der Motorhaube fest.
Angel:
„Du? Einen Plan?
Spike: „Einen guten Plan, sogar ziemlich schlau. Sorgfältig durchdacht. Aber es
war mir zu öde. (Er schlägt Angel und drückt ihn an die Wand.) Diese ewige
Warterei. Man kriegt davon nur Krämpfe. Schluss mit dem Geplänkel. (Er wirf
Angel gegen die Tür, die ein kleines Fenster nach draußen hat, wo die Sonne
scheint.) Sag mir schon wo der Ring ist.
Angel dreht sich um und ist im Gameface.
Angel:
„Der passt doch nicht zu deinem Outfit.
Er rangelt eine Weile mit Spike und wirft ihn schließlich gegen eine Wand.
Gerade als Doyle und Cordelia herbeieilen.
Spike (steht langsam auf): „Cordelia.
Du siehst toll aus. Klasse Figur.
Cordelia: „Danke. Ich kenne da ein ganz tolles Sportstudio...
hey...
Spike (zu Angel): „Ich kriege den Ring schon. Das wird erst vorbei sein, wenn
einer von uns ein Häufchen Staub ist!
Er
rennt davon.
Cordelia (zu Angel): „Geht es dir gut?
Angel wendet sich von ihnen ab, weil er noch immer im Gameface ist.
Doyle:
„Viel wichtiger ist ob der Ring noch heil ist
Angel: „Der ist in Sicherheit. (Nachdem er sein menschliches Gesicht wieder hat
dreht er sich zu ihnen um.) Das kann man von euch nicht sagen. Am besten ihr
versteckt euch bis alles vorbei ist. Spike will Blut sehen. (zu Doyle) Geht in
deine Wohnung.
Cordelia: „Seine Wohnung? Wieso kann ich denn nicht zu mir?
Angel: „Er kennt dich, Cordelia. Wenn er will, findet er dich auch.
Cordelia: „Er wurde nie aufgefordert einzutreten. Er kommt nicht rein.
Doyle: „Nein, aber er kann die Bude anzünden und niederbrennen.
Cordelia: „Na gut, gehen wir eben zu Doyle.
Doyle (zu Angel): „Und was ist mit dir? Früher oder später wird er wieder
auftauchen
Angel: „Ich weiß.
Cordelia: „Und was willst du jetzt machen?
Angel: „Erst mal Spike suchen.”
Doyle: „Wir verschwinden
Cordelia:
„Na los, gehen wir.
Sie verlassen Angel, der sich Blut vom Mund wischt.
Schnitt
in Doyles Apartment. Doyle telefoniert und Cordelia sieht sich um.
Doyle: „Nein man, nicht Spice, das ist der komische Typ vom Broadway. Spike,
wie an Sportschuhen. Ahum ja ein Vampir genau... nein? Also gut, danke. Klar.
Er
legt auf und markiert sich etwas in seinem Adressbuch.
Doyle: „Frankie Dreibein weiß absolut nichts.
Cordelia: „Frankie Dreibein? Ach so, das ist wohl so ein dreibeiniges Monster.
Doyle: „Nein, er ist ein Mensch.
Cordelia: „Und wie kommt er dann zu diesem blöden… Oh…
Doyle
(steht auf): „Hey, setz dich doch hin. Willst du’s dir nicht bequem machen?
Angel hat gesagt ich soll all meine Bekannten anrufen, bis ich weiß wo Spike
sich versteckt hält. Das wird ne Weile dauern.“
Cordelia: „Bitte! Auch wenn’n Nerz auf dem Boden läge ich würde mich hier nie
wohlfühlen. Sag mal, wie hälst du diesen Siff nur aus?“
Doyle: „Bis letzte Woche war alles sauber. Dann war ich zum ersten Mal bei dir.
Da musste ich meinen Innenausstatter anrufen.“
Cordelia:
„Hör auf. Meine Wohnung ist nicht halb so verlottert wie deine. (Sie setzt sich
auf einen Stuhl. Papier raschelt. Sie steht wieder auf, schiebt das Papier bei
Seite und setzt sich wieder, während Doyle Wäsche von einem anderen Stuhl nimmt
und hinter den Stuhl fallen lässt.) Hier müffelt’s wie in nem Bahnhofsklo.“
Doyle: „Okay, ich hab’n bisschen Dreckwäsche rumliegen lassen, das gebe ich zu,
aber...“
Das
Telefon klingelt, Doyle geht dran.
Doyle: „Ja. Hey Kizzy. Ein Vampir mit Namen Spike.... also nicht... was? ‘n
Hunderte? Nein, den hab ich dir längst zurück gezahlt. Entschuldige. Ein Anruf
auf der anderen Leitung.“
Er
legt auf.
Doyle: „Er war im Unrecht. Aber ich hatte nicht die Zeit mich zu streiten. Ich
hab nen Auftrag zu erledigen. Was ist mit diesem Spike? Ist er wirklich so
schlimm? Sollte ich vor Angst zittern?“
Cordelia: „Nein. Er ist nicht so... (Sie seufzt) Hab Angst.“
Doyle: „Das hab ich erwartet.“
Schnitt
in Rachels Wohnung.
Rachel: „Ich fang noch an dir zu vertrauen wenn du auf jeden Anruf hin sofort
auftauchst“
Angel: „So eigenartig ist das nicht.“
Rachel:
Finde ich schon.
Sie
geht in die Küche.
Angel folgt ihr, vorsichtig um nicht ins Sonnenlicht zu kommen.
Angel:
Wir bringen dich in Sicherheit. Ich kenne ein paar Orte, wo du dich verstecken
kannst.
Rachel (lacht verzweifelt): So’n Frauenhaus?
Angel: Für den Anfang. Dort wird er dich mit Sicherheit nicht finden.
Rachel: Nein, ich, ich hab nichts gegen das Frauenhaus. Es ist... es liegt nur
an mir. Soll ich dir sagen, wie es nach jeder Trennung wieder anfängt?
Angel: Du rufst ihn an.
Rachel: Ich... ja... ja, ich spüre wieder dieses Verlangen, so wie er nach
Drogen verlangt. Dann rufe an oder spüre ihn in ‘ner Kneipe auf und dann nehme
ich ihn mit... und dann geht’s für ‘ne Weile gut...
Angel (schüttelt den Kopf): Aber es dauert nicht an. Das letzte Mal hätte er
dich fast getötet.
Angel beobachtet seufzend, wie Rachel mit den Tränen kämpft.
Rachel: Ich hab Angst, Angel. Ich hab im Moment mehr Angst vor mir, als vor
Lenny.
Angel: Du stehst am Scheideweg. Ich weiß. Entweder du machst es dir leicht,
dann musst du mit den Folgen leben, oder du wählst den schweren Weg und glaubst
fest...
Rachel: Oh Gott. Ich hoffe du kommst nicht von dieser verrückten Kirche am
Sunset. Oder doch
Sie
weicht vor ihm zurück.
Angel: An dich selbst. Diese Art Glaube, weißt du? Ich meine damit, es wird
wehtun, wenn du dich endgültig von Lenny trennst. Aber dadurch wirst du an
Stärke gewinnen. Und vielleicht findest du auch irgendwann die Liebe, die du
verdienst.
Rachel:
Du meinst die Liebe, bei der ich auf Notrufe verzichten kann?
Angel: Du hast es erfasst, Rachel.
Schnitt
in Doyles Apartment.
Cordelia (isst Popcorn): „Oh ja, Spike hätte Buffy schon öfter fast kalt
gemacht. Hab ich dir erzählt, dass er zwei Jägerinnen getötet hat?”
Doyle: „Hast du.“
Cordelia: „Oh
und einmal haben er und Dru so einen schrecklichen Dämon erweckt, der
verbrannte seine Opfer von innern heraus. Das war diese Gruselgeschichte mit
dem Arm im Kasten.“
Doyle: „Ein Arm in nem Kasten?“
Cordelia nickt. Das Telefon klingelt und Doyle geht ran.
Doyle: „Haus der Musik.“
Angel ist in seinem Apartment und überprüft seine Armschnallen.
Angel:
„Doyle, bist du das?“
Doyle: „Hi. Entschuldige, das ist nur Tarnung. Die Telefonate mit meinen alten
Bekannten lösen nichts, nichts als Unmut aus.“
Angel: „Ich hoffe das war’s Wert.“
Doyle:
„Ja, pass auf, Manny das Schwein hat gesagt, er kennt keinen Vampir der Spike
heißt.“
Angel: „Na und?“
Doyle: „Das hat er schon gesagt, bevor ich Spike überhaupt erwähnt hab. Du
findest Manny im Orbit Room, im Laden an der Dritten.“
Angel: „Okay, dann fange ich mit Manny dem Schwein an.“
Doyle: „Ich hoffe es klappt.“
Schnitt
auf Angel, der einen Mann auf einen Tisch drückt.
Mann: „Er ist wohl im Club.“
Schnitt auf Angel, der einen anderen Mann am Hals gepackt
gegen eine Wand drückt.
Mann: „Geh zu den Spielern.“
Schnitt
auf einen Pokertisch. Ein Mann wird auf den Tisch geworfen Angel hebt ihn vom
Boden und packt ihn am Kragen. Die drei Pokerspieler zielen mit Pistolen auf
Angel. (Man kann davon ausgehen, dass es sich bei dem Mann, den Angel am Kragen
hält um Manny handelt.)
Manny (zu den Anderen): „Weg damit.“ (Sie lassen die Pistolen sinken. Zu
Angel:) Der killt mich, wenn ich rede.“
Angel: „Denkst du es ist gesünder, wenn du den Mund hältst?“
Manny: „Er ist draußen.”
Schnitt
auf Angel. Er geht durch die Hintertür und sieht Spike von einem Mädchen
trinken. Das Mädchen zappelt.
Angel: „Lass sie los.“
Spike guckt ihn mit Gameface an.
Spike:
Hat dir schon mal jemand gesagt, dass du ein Spielverderber bist?
Spike
schubst das Mädchen zu Angel und macht sich aus dem Staub.
Angel (zum Mädchen): „Lauf weg.“
Schnitt
auf Angel. Er rennt hinter Spike her. Spike rennt, bis er von einem
Machendrahtzaun am Ende der Gasse aufgehalten wird.
Spike
dreht sich um.
Spike (gelangweilt): „Du hast mich erwischt, großer Held. (Er hebt seine Hände
langsam hoch) Ich schätze ich kann nichts anderes zu tun, als das Feld zu
räumen und meine schlimmen Taten zu sühnen.“
Angel (nähert sich ihm): “Denkst du ich lasse dich in meinem Revier ungestraft
wildern? Du lernst es nie, Spike.“
Spike (lächelnd): “Ich hab vielleicht ne lange Leitung, aber…”
Ketten
rasseln hinter Angel. Als er sich umdreht, wirft ein Typ im weißen Hemd die
Kette um Angels Hals und bringt ihn zu Fall.
Spike
verschränkt die Arme hinter dem Kopf und beobachtet, wie Angel mit der Kette
kämpft.
Spike:
„Irgendwann schnall ich’s doch...“
Schnitt
in Doyles Apartment. Cordelia sitzt am Telefon, Doyle geht auf und ab.
Cordelia: „Angel hätte längst anrufen sollen. Das ist
beängstigend...“
Doyle: „Warum denn? Vielleicht hat das mit Spike nicht lange gedauert und er
ist danach zum surfen gefahren.“
Cordelia: „Genau. Warum mache ich mir Sorgen? Angel hat ja den Ring, oder?“
Doyle:
Stimmt genau. Ich wette gerade jetzt surft er durch die Wellen an der Küste von
Malibu ein lauer wind weht...“
Schnitt
auf Angel. Er hängt mit ein paar Ketten an den Handgelenken gefesselt in einem
Lagerhaus.
Doyle (Voice over, während die Kamera an Angel hinunter schwenkt): „Die Frauen
pfeifen ihm hinterher...“
Schnitt
auf den Typ, der Angel in der Gasse gefesselt hat. Er stellt eine Platte mit
nervtötender klassischer Musik an, öffnet eine Kiste und nimmt Folterwerkzeuge
heraus.
Spike: Markus ist eine Kapazität. Manche halten ihn für einen Künstler, aber
mit solchen Begriffen hab ich nichts am Hut. Man könnte ihn als König der
Sadisten bezeichnen. Ob Menschen, Dämonen oder Politiker, ihm ist alles
Recht.(Er umkreist Angel) Und manche sagen, er hätte verschiedene Klassiker
erfunden, aber er will mir nicht sagen welche. Obwohl er sich äußerlich cool
gibt ist er doch sehr schüchtern..
Angel thrashes in his chains and Spike pulls back with
a satisfied smile.
Markus setzt
eine Brille au, während er zu Angel geht. Dann reißt er dessen Hemd auf und
starrt auf Angels Brust.
Markus:
„Seine Haut.“
Spike: „Ärgerlich, was? Die ist noch dran.“
Markus: „Dafür, dass er schon über zweihundert Jahre lebt, ist er äußerlich
makellos. Aber wie sieht’s innen aus?“
Spike: „Soll ich euch erst mal alleine lassen? Oder können wir gleich mit der
Folter beginnen?“
Marcus (legt seine Hand auf Angels Herz): „Er kennt die Liebe.“
Spike:
„Er hatte was mit ner Jägerin. Das ist doch pervers, oder?”
Markus:
„Und er hat eine Seele.“
Spike (gelangweilt): „Genau. Ein Vampir mit Seele. Ein Zigeunerfluch zwingt ihn
dazu Gutes zu tun. Das ist doch kein Problem für dich, oder?“
Markus: „Ganz im Gegenteil. Geschöpfe mit einer Seele haben etwas zu
verlieren.“
Spike: „Die Seele, Finger, Zehen... fang an zu schnippeln. Na mach schon. Ich
brauch den verdammten Ring.“
Marcus (zu Angel): „Was willst du Angel?“
Angel:
„Na, willst du mich foltern, oder bloß zu Tode langweilen, hä?“
Marcus geht und holt einen Eisenstab, den er im Feuer zum
glühen gebracht hat und stößt ihn in Angels rechte Seite. Angel unterdrückt
einen Schrei.
Marcus: „Wahrscheinlich etwas von beidem.“
Spike (grinst): „Das wird ein leckeres Schiechkebab.“
Schnitt
auf später. Angel hat mehrere Stangen in verschiedenen Teilen seines Körpers.
Marcus (spielt mit einer Zange): „Was willst du, Angel? Was willst du, Angel?“
Angel (gequält): „Ein kleines Landhaus, ein paar gute Laufschuhe, die ich auch
zu Anzügen tragen kann.“
Spike (ungeduldig auf und ab gehend): Wozu stellst du ihm diese Fragen?
Und wieso spielst du dauernd diesen blöden Brahms?“
Marcus: „Nein, es ist Mozarts Symphonie Nummer 41. Ich finde sie sehr
wirkungsvoll.“
Spike: Ja? Ich persönlich bin mehr für seine älteren Symphonien. Die sind viel
fetziger. BESCHAFF MIR ENDLICH DEN RING!!! Wenn ich ihn nicht bald bekomme,
dann...(Er zerbricht einen Holzstiel auf dem Tisch und zielt mit dem
abgebrochenen Ende auf Angels Brust.) dann erledige ich meinen eigenen Erzeuger
eigenhändig.
Marcus:
Bist du fertig? Er weiß, dass du ihn nicht anrührst, bis du den Ring hast. Er
weiß, dass du lügst.
Spike (lässt den Pflock fallen): *Du* wirst ihn beschaffen.
Marcus: Er wird noch darum betteln mir alles sagen zu dürfen, was er weiß. In
er hat kapiert, dass ich nicht lüge.
Spike (sieht Angel an): Das glaube ich dir gern.
Angel: Du bist ein Idiot, Spike.
Spike: Meinst du? Jedenfalls hänge ich nicht mit glühenden Schürharken in der
Seite gefesselt von der Decke.
Angel: Du hast einen Vampir angeheuert.
Was denkst du denn, was er macht, wenn er den Ring findet? Dass er ihn dir
wiedergibt?
Spike: Oh, Grundgütiger, wie könnte ich nur... nein, Moment, ich hab dran
gedacht. Dieser Kerl da interessiert sich weder für den Ring, noch für sonst
was auf Gottes grüner Erde. Der will nichts, als seine Opfer langsam und
genüsslich töten. Das ist ne Art Sucht, Angel, wir alle haben so was. Ich
glaube, deine heißt Blondie, die kleine Vampirjägerin. (Die Symphonie ist zu
Ende und Spike seufzt erleichtert.) Heißen Dank! Da wir gerade von ihr
sprechen, ich hab sie neulich erst gesehen. Dich hat sie mit keinem Wort
erwähnt. Sie hatte einfach zu viel damit zu tun dem erstbesten Trottel, der
Auftauchte schöne Augen zu machen. Ein gutaussehender Typ. Er hat sie schamlos
ausgenutzt. Sie ist *so* niedlich, wenn sie leidet, findest du nicht?
Angel: Sie ist niedlicher, wenn sie dir auf die Schnauze haut.
Marcus spielt die Platte von vorne und Spike seufzt.
Spike: Ich denke ich geh mal an die frische Luft und lass euch beide allein.
Marcus
spießt einen neuen Stab durch Angels Körper.
Schnitt auf Angels Appartement. Spike gelangt durch den Eingang der Kanalisation ins Innere des Appartement. Er fängt an Sachen durcheinander zubringen, während er nach dem Ring sucht.
Spike: „Wär ich ein Ring, wo wäre ich dann?“ (er schmeißt
Sachen wahllos aus Regalen.) „Anfangs ist es witzig, aber auf Dauer doch sehr
langweilig.“
Schnitt zur Lagerhalle. Marcus umkreist Angel langsam, er hält
einen Revolver in der Hand.
Marcus: „Die meisten Lebewesen auf Erden meiden die Dunkelheit und
streben zum Licht.“
Marcus
schießt ein Loch in die Decke und Angel weicht vor der Sonne zurück, die durch
das Loch hineinstrahlt.
Marcus: „Aber wir sind anders, nicht wahr? Wir sind Feinde des
Tageslichts, aber es ist auch unser Feind.“ (er schießt noch einmal) „Du hast
den Ring versteckt, sonst würdest du im Licht herumlaufen können. Daher stellt
sich die Frage, was du willst, wenn nicht den Ring...Erst durch den Schmerz
erfahren wir wer wir in Wirklichkeit sind. Denn er macht uns völlig willenlos.
Wir werden wieder unschuldig wie Kinder. – Ich hab Kinder gern, Angel. Ich
möchte dir helfen deine Unschuld wieder zu erlangen. Hier – durch das Licht.“
(Marcus schießt noch ein Loch in die Decke und Angel schreckt weiter vor dem
Licht zurück.)
Schnitt zu Spike, der aus Angel’s Appartement kommt und nun im
Büro steht. Cordelia erwartet ihn mit einer Armbrust in ihrer Hand.
Cordelia: „Wenn du’s endlich geschafft hast die Bude auf den Kopf
zu stellen, dann hoffe ich, dass du genug Geld hast um den Schaden zu
bezahlen.“
Spike geht langsam auf Cordelia zu: „Cordelia. Die Frisur ist
toll.“
Cordelia: „Von deiner kann man das nicht sagen.“
Doyle zielt mit einer Waffe auf Spike: „Bleib wo du bist, du
Wichser!“
Spike: „Woran liegt es, dass ihr Guten ständig in Rudeln
auftaucht. Wer ist denn das?“
Doyle: „Nimm dich vor mir in Acht. Ich bin Ire.“
Spike: „Oohh, du besitzt Rückrat, tapferer Ire. Vielleicht soll
ich’s dir brechen.“
Cordelia: „Soll ich die Armbrust einsetzen?“
Spike: „Du bist tot noch bevor du den Pfeil abschießt...Gut, wo
war ich? Ich hab keine Lust mehr den Ring zu suchen. Das könnt ihr jetzt tun,
finde ich.“
Doyle: „Wo ist Angel?“
Spike: „Angel? So’n großer, grüblerischer Kerl? Ziemlich markant?
– Oh, der wird gerade schrecklich gefoltert. Ihr wisst, wie stur er sein kann.
Vielleicht stirbt er bevor er den Ring hergibt. Wie wärs, wenn ihr ihn
schnellsten finden und ihn mir geben würdet? Dann laß ich Angel laufen.“
Cordelia: „Ich trau dir nicht.“
Spike: „Wie lautet ein typischer Spruch deiner Schulfreunde? ‚Och
nein’. Ihr habt bis Sonnenuntergang Zeit ihn zu retten. Ihr findet mich hinter
Peterson’s Fischhalle. Zwischen Seward und Westminster.“ (er geht) „Seid
pünktlich.“
Schnitt zur Lagerhalle.
Marcus: „Du hast furchtbares getan, als du böse warst, nicht wahr?
Und nun strengst du dich so sehr an Gutes zu tun. Aber Angel, an sich ist nichts
Gut oder Böse. Das Denken macht es erst dazu.“ (Angel versucht mit seinen Füßen
den Pflock zu erreichen, den Spike vorher fallen gelassen hatte. Marcus steht
mit dem Rücken zu ihm, dann kommt Marcus wieder auf ihn zu.) „Ich kann dich von
deinen Schmerzen befreien.“ (Marcus zieht einen Schürhaken aus Angel heraus.
Angel schreit vor Schmerzen.) „Doch du weißt auch ich kann dir wieder welche
zufügen.“ (er zieht noch einen Schürhaken heraus. Während Marcus ihm wieder den
Rücken zuwendet gelingt es Angel den Pflock zwischen seine Schuhe zu bekommen.)
„Was willst du Angel? Ich glaube ich weiß es, doch ich würde es gern von dir
hören. Die Wahrheit. Ich weiß, wann du lügst.“
Angel(sieht total süß aus, als er dies sagt...): „Ich will ---
Vergebung.“
Marcus: „Ja. Das ist die Wahrheit. Du möchtest dir die Vergebung
verdienen, denn du gehst nicht den Weg des geringsten Widerstandes. Das ist der
Grund wieso ich dich mag. Und am Ende wirst du weder Schuld noch Reue
empfinden. Sondern nur die dich umgebende Dunkelheit. Am Ende werden dir weder
der Ring noch die Vergangenheit noch sonst was das geringste bedeuten. Du wirst
frei sein. Das versprech ich dir.“
Angel: „Und ich verspreche dich zu töten.“ (Angel springt in die
Luft und zielt mit dem Pflock zwischen seinen Schuhen auf Marcus Brust.)
Spike hält Angel auf: „Nicht doch. Den Folterknecht zu pfählen ist
streng verboten.“
Marcus schlägt Angel.
Spike zieht Marcus zurück: „Hey Sachte Freundchen. Ich brauch
diesen Ring.“ (zu Angel) „Du hast ihn wütend gemacht. Ich möchte nicht mir dir
tauschen.“
Marcus: „Das dauert nicht mehr lange.“
Spike hält eine Kohlenzange in die Luft: „Tja, wie wärs, wenn ich
mir so eine Kohlenzange schnappe und dir helfe?“
Man hört Angel schreien.
Schnitt zu Cordelia und Doyle, die Angel’s Wohnung durchsuchen.
Cordelia: „Verflucht?“
Doyle: „Was?“
Cordelia: „Er ist nicht im Spülkasten des Klos und nicht im
Kühlschrank. Im Film sind die Sachen immer dort versteckt.“
Doyle: „Er ist nicht hier.“
Cordelia: „Nein, wir haben überall gesucht.“
Doyle: „Nicht überall...“
Cordelia: „Die Rattenverseuchte Kanalisation durch die er sich am
Tag gern schleicht.“
Schnitt zur Kanalisation. Cordelia und Doyle halten je eine
Taschenlampe in der Hand.
Cordelia: „Wir suchen nicht die Nadel im Heuhaufen, sondern die
Nadel im Müllberg.“
Doyle: „Ja, ich weiß. Du hast Recht. Aber wir müssen
weitermachen.“
Doyle
wartet bis Cordelia ein wenig vorgegangen ist. Er wechselt in sein dämonisches
Gesicht, es ist grün mit blauen Stacheln. Er schnüffelt in der Luft herum und
wechselt dann wieder in sein menschliches Gesicht, während er mit sicheren
Schritten auf die Stelle zugeht, wo Angel den Ring versteckt hat. Doyle kniet
sich hin und holt den Ring.
Doyle: „Hier!“
Cordelia kommt zu ihm gerannt: „Wie hast du das hingekriegt?“
Doyle: „Tja, hin und wieder hab ich auch Glück.“
Cordelia: „Ich könnte dich küssen.“ (Doyle hält seine Arme aus)
„Ach so toll war das auch nicht.“
Doyle: „Aber...“
Cordelia: „Komm, wir müssen Angel retten!“
Doyle: „Klar. Wir geben Spike das was er will und dann killt er
uns.“
Cordelia: „Genau! – nein. Machen wir einen Plan.“
Schnitt zu einer
dunklen Gasse in der Spike steht. Im Hintergrund sieht man, dass die Sonne
scheint. Doyle und Cordelia kommen auf ihn zu.
Spike: „Also, wo ist mein Ring?“
Doyle: „Hier sicher nicht.“
Cordelia: „Aber wir wissen wo er ist.“
Spike: „Eigenartig dass ich mich plötzlich so gelangweilt fühle.
Ihr habt nicht viel Zeit, Kinder. Gebt mir den Ring, wenn ihr nicht wollt, dass
Angel krepiert wie Hund(könnte falsches Wort sein).“
Cordelia: „Bring uns jetzt zu Angel, du arrogantes englisches
Ekel!“
Doyle: „Und wenn er dann noch unversehrt ist sagen wir dir wo du
den Ring findest.“
Spike: „Ich glaube er lebt noch. Von Unversehrtheit war aber nie
die Rede.“
Schnitt zur
Lagerhalle. Angel hängt in seinen Ketten, als Spike, Cordelia und Doyle
ankommen.
Spike: „Liebling, da bin ich wieder!“
Cordelia rennt auf Angel zu: „Angel!“
Spike hält Doyle und sie zurück: „Hey, hey. Deal ist Deal, klar?“
Angel: „Cordelia.“
Spike: „Ihr habt mir den Ring versprochen. So, ihr habt genug
meiner Zeit verschwendet. Jetzt will ich den Ring haben! LOS!“
Doyle: „Du willst den Ring du Hundesohn? Ja?“ (er holt den Ring
aus seiner Tasche und wirft ihn hinter Angel) „Los, fang ihn!“
Cordelia: „Okay. Gut. Du hast den Ring und wir kriegen Angel. Und
wenn du uns jetzt in Ruhe lässt können wir gehen.“
Spike: „Ich bitte dich. Hast du wirklich geglaubt, dass die Sache
so läuft?“
Als Spike nach dem Ring greift hört man quietschende Reifen.
Cordelia: „Eigentlich nicht.“
Doyle: „Nein.“
Oz’s Van durchbricht eine Seite der Lagerhalle, rammt ein paar
Fässer und bleibt hinter Angel stehen. Spike springt aus dem Weg. Oz zielt mit
zwei Armbrüsten auf Spike, während Cordelia und Doyle Angel befreien. Sie
helfen ihm in den hinteren Teil des Vans.
Oz: „Spike.“
Der Van fährt rückwärts aus der Lagerhalle und Spike sieht sich
nach dem Ring um.
Spike: „Wo ist der Ring? – Verfluchte Hölle.“
Schnitt zu Marcus. Er steht im Schatten und geht langsam ins
Tageslicht. Als die Sonne ihn berührt passiert nichts. Marcus blickt auf den
Ring, der an seinem Finger steckt.
Schnitt zu Spike.
Spike: „Oh dieser Mistkerl! – Ich tu die Arbeit – Ich finde den
Ring – bekämpfe eine Jägerin – dann fahr ich nach LA – engagier einen Helfer.
Und was hab ich davon? REIN GAR NICHTS DAVON!“ (er beruhigt sich etwas und hört
auf Sachen umzuschmeißen) „So es reicht endgültig. Nie mehr einen Partner. Ich
werde jetzt alles selbst machen. Der einsame Wolf. Der einzige Überlebende.
Hey! Achtung! Hier kommt Spike! Der schlimmste, übelste, bös...“ (ein
Sonnenstrahl, das durch ein Schussloch fällt, trifft auf Spike’s Kopf und sein
Haar fängt an zu rauchen) „Ahh!“ (er duckt sich und versucht seine Haare mit
seinen Händen zu löschen) „Ich hoffe die machen sich gegenseitig kalt.“
Schnitt zum Strand. Marcus läuft auf ein Pier, er hat eine Sonnenbrille angezogen.
Schnitt in Oz’s Van.
Oz: „Wie geht’s Angel?“
Doyle: „Er schafft es.“
Cordelia: „Er braucht Hilfe, wir sollten ihn zum Arzt bringen.“
Oz: „Klar, aber zu welchem? Die meisten Ärzte sind auf Menschen
spezialisiert.“
Doyle: „Er hat Recht. Zu riskant. Kennst du dich mit erster Hilfe
aus?“
Oz: „Nicht besonders gut. Aber ich kann improvisieren. Wir müssen
ihn an einen dunklen Ort bringen. Vielleicht...“
Angel: „Fahr zurück.“
Oz: „Angel?“
Cordelia: „Er phantasiert. Achte nicht auf ihn.“
Angel: „Los, kehr um.“
Cordelia: „Und was hast du vor? Es ist Tag und du hast den Ring
nicht mehr, also wenn du nicht zur wandelnden Fackel werden willst, laß es
bleiben!“
Doyle: „Sie hat Recht. Du siehst aus wie der Tod auf Latschen.
Gegen den Folterdämon kannst du nie gewinnen.“
Angel zieht den letzten Schürhaken aus seiner Seite.
Angel: „Oh Gott....Hör zu, dieser Kerl steht auf Kinder. Oz, dreh
um! Er kann noch nicht weit sein.“
Oz dreht den Van in einer 180 Grad Wendung.
Schnitt zu Marcus. Er entdeckt eine Gruppe Pfadfinder auf dem Pier(es ist gefährlich ein Pfadfinder zu sein...)
Marcus: „Hallo meine kleinen Süßen...“
Oz’s Van fährt auf das Pier und rammt Marcus von hinter. Cordelia steigt
aus dem Van.
Cordelia zu den Pfadfindern: „Lauft! Macht euch sofort auf die Socken! Los! Na wird’s bald?“
Oz(der eine violette Sonnenbrille auf hat) schießt mit einer Armbrust auf Marcus. Dieser zieht den Bolzen einfach aus sich heraus und wirft ihn weg.
Doyle: „So, den schnapp ich mir!“
Doyle und Marcus fangen an zu kämpfen, aber Marcus schlägt Doyle zu Boden.
Cordelia: „Doyle!“
Oz zu Angel, der im inneren des Van sitzt: „Willst du’s wirklich tun?“
Angel: „Ja.“
Oz öffnet die Seitentür des Wagens und Angel springt heraus. Er fängt
sofort an zu brennen, als die Sonne ihn berührt. Angel wirft sich auf Marcus
und sie beide fallen, samt Absperrung, ins Wasser.
Oz, Doyle und Cordelia laufen zum Ende des Piers und blicken ins Wasser.
Cordelia: „Wo ist er?“
Schnitt unter das Pier, wo keine Sonne hinkommt. Angel und Marcus
erreichen den Strand und fangen an zu kämpfen. Marcus schafft es Angel einige
Male zu erwischen, doch auch Angel trifft.
Marcus: „Was hast du vor? Tötest du mich?“
Angel: „Na das hab ich doch versprochen!“
Sie
kämpfen noch mehr.
Angel: „Du hast mich nicht gebrochen. Du wolltest es, aber du hast
versagt. Das muß eine Qual für dich sein.“ (Angel schafft es Marcus auf ein
Holzbrett, das aus einem Pfeiler herausragt, zu drücken.)
Angel zieht Marcus den Ring vom Finger und dieser zerfällt mit
einem Schrei zu Staub.
Angel
zieht den Ring langsam an und tritt vorsichtig aus den Schatten des Piers. Er
blinzelt wegen der Sonne und schaut sich verwundert um. Cordelia, Doyle und Oz
kommen zu ihm gerannt.
Cordelia: „Alles okay?“
Angel: „Aber klar.“ (zu Oz), „Alles bestens. Danke für die Hilfe.
Du warst toll.“
Oz: „Du bist - - unglaublich blass.“
Cordelia: „Du solltest dich hinlegen. Wir fahren dich nach hause.“
Doyle: „Laß ihm etwas Zeit.“
Angel
läuft ein paar Schritte, er kann seinen Blick nicht von dem Bild abwenden, das
sich ihm bietet. Er beobachtet Kinder, die im Sand spielen.“
Oz: „Er ist wirklich blass. Blasser als die meisten Menschen.“
Schnitt zum Dach des Gebäudes in dem ‚Angel Investigations’
zuhause ist.(Oder das Dach der Sunnydale High Bibliothek oder das Dach des
Rathauses...) Angel sitzt auf der Mauer und sieht sich den Sonnenuntergang an.
Doyle kommt zu ihm.
Doyle: „Wann hast du zuletzt einen Sonnenuntergang gesehen?“
Angel: „So etwa vor 200 Jahren.“
Doyle: „Das muß doch ein tolles Gefühl sein. Durch diesen Ring
ändert sich alles für dich, hm? – Es ist beeindruckend, klar. Aber ich
versprech dir morgen gibt es wieder so ein Schauspiel.“
Angel: „Nicht für mich.“
Doyle: „Was soll das heißen? Dass die Stadt vorher von einem
Meteoriten getroffen wird? Nein...Nein es ist furchtbar das auszusprechen. Ich
brings nicht fertig es zu sagen.“
Angel: „Ich werde den Ring nicht tragen.“
Doyle: „Genau das war’s. – Alter du bist Grübler vor dem Herrn.
Hat dir das schon mal jemand gesagt?“
Angel: „Hm. Na, ein, zwei mal schon.“
Doyle: „Kannst du das begründen? Der Ring ist die Erlösung für
dich. Darauf hast du lange gewartet!“
Angel: „Das scheint nur so.“
Doyle: „Alter bist du dir da wirklich sicher?“
Angel: „Und ob. Ich hab lange drüber nachgedacht. Früher als ich
jünger war habe ich viel Leid verursacht. Mehr als du dir vorstellen kannst.“
Doyle: „Du willst den Ring nicht tragen, weil du meinst du musst
dich noch mehr bestrafen, ja? Überleg doch mal wie vielen Menschen du an einem
Tag helfen kannst!“
Angel: „Sie haben Hilfe. Die ganze Welt ist nur für sie
geschaffen. Sie haben keine Ahnung was nach Einbruch der Dunkelheit um sie
vorgeht. Sie sehen nicht die Schwachen, die durch die Nacht irren. Oder die
Gefahren, die sie bedrohen. Und wenn ich wie die werde, verliere ich den Blick
für die Schwachen.“
Doyle: „Und wer passt dann auf all die Schlaflosen auf?“
Angel: „Ich wurde aus bestimmten Gründen hergeschickt. Ich würde
es mir gerne einreden, aber wegen einer Runde Golf bin ich wohl nicht hier.“
Die
Sonne versinkt hinter dem Horizont und Angel nimmt den Ring ab. Er legt ihn auf
die Mauer und nimmt einen Stein und zerstört den Ring. Ein grünes Licht
leuchtet auf, als der Ring zerstört wird.
Doyle zieht einen Zettel aus seiner Tasche.
Doyle: „Ach ja, diese Rachel mit dem irren Freund hat angerufen.
Ich soll dir Dank ausrichten und sie – hätte ein wenig Glauben gefunden. Du
wüsstest, was das bedeutet.“
Angel: „Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich hatte einen
schönen Tag – naja gut, bis auf die paar Stunden, in denen ich fast zu Tode
gefoltert wurde.“
Doyle: „Du hast geschwiegen.“
Angel: „Oh Gott. Ich war kurz davor ihm alles zu sagen. Noch einen
glühender Schürhaken und ich hätte ihm sonst was gegeben. Den Ring – deine
Mutter – eben alles.“
Sie verlassen das Dach.
Angel: „Wie geht’s deiner Mutter eigentlich?“